Ein Morgen im Garten

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Morgenstimmung im Garten.jpg

Erlebnisbericht von Kati

Ohne eine rechte Vorstellung zu haben, was ein Naturgarten denn eigentlich sein soll, betreten wir an einem Julimorgen, geführt von Frieda, der Gartenleiterin, durch ein großes Holztor den ersten Produktionsgarten der Steinschaler Hotels.

Blütenpracht mit Mohn im Juni

Schon vor dem Eingang wird man von Kräutern und Blumen begrüßt, deren Namen und Wirkung auf kleinen Schildern verraten werden, doch im Vergleich zu dem, was uns hinter dem Tor erwartet, ist dieser kleine Flecken Grün noch nichts: ein Meer an Blüten und Blättern bricht über uns herein, und man braucht einen Augenblick, um sich in dieser Fülle an Farben, Gerüchen und Geräuschen zu orientieren.

Frieda ist sichtlich in ihrem Element und lässt uns gar keine Zeit, aus dem Staunen heraus zu kommen, bevor sie uns in manche ihrer Geheimnisse einweiht. In ihrem Reich wachsen Nutzpflanzen neben Zierpflanzen, in einer scheinbaren Unordnung, in der doch alles am rechten Platz ist und nichts unnütz, wo selbst Pflanzen, die begeisterte Hobbygärtner am liebsten verbannen würden, geliebt, genutzt, vermehrt und erwünscht sind.

Das "Beundl" im Produktionsgarten

Wir erfahren am Weg durch den Garten von der Heilwirkung so manchen „Unkrautes“ und kosten uns durch die verschiedenartigsten Blätter und Blüten, die in der Steinschaler Küche Verwendung finden - auch von Pflanzen, die man normalerweise bestenfalls toleriert - und man glaubt, nie ans Ende zu gelangen, weil man nur erahnen kann, wo der Garten endet und der Wald dahinter beginnt.

Soldatenkäfer auf Weinscharl

Überall findet man Beweise für den Willen zur Innovation und die Wiederverwertungsfähigkeiten des Steinschaler-Teams:
Nicht nur die Tatsache, dass der Garten strikt biologisch und pfluglos bewirtschaftet und gemulcht wird, sondern auch Kleinigkeiten wie zum Beispiel ein Blumenkisterl aus einer alten Palette oder zu Blumentöpfen umfunktionierte Plastikkübel, die sonst als Müll anfallen würden. Und Innovationsgeist ist notwendig, um die Arbeit auf das mindest mögliche Ausmaß zu reduzieren, und trotzdem bleibt oft noch immer fast mehr, als die verfügbaren Hände in dem fünf Hektar und hunderte Pflanzenarten umfassenden Gelände schaffen können.

Frieda bei Führung

Auf unserem Erkundungsgang werden wir von einer wachsamen Patrouille begleitet – Haubenenten halten den Garten schneckenfrei, und eine Katzenfamilie vertreibt unwillkommene Nager. In der Ferne blökt etwas und die Stimmen und Arbeitsgeräusche von Friedas Helfern legen weiteres Zeugnis davon ab, dass im Sommer der Garten immer etwas zu Tun bereit hält.

Dem aufmerksamen Betrachter entgeht nicht, dass dies nicht nur für die menschlichen Nutzer gilt: auf jeder Blüte tummelt sich eine Unmenge an Käfern, Bienen, Hummeln und anderem Getier und belebt den Garten, sodass selbst in den leisesten Momenten immer irgendetwas summt, brummt oder auch zwitschert.

Sucht man aber nicht die Arbeit, sondern Erholung, ist man ebenso am richtigen Platz. Ruhebänke laden ein, in Ruhe die wärmenden Strahlen der Morgensonne zu genießen und die Geschäftigkeit der anderen an sich vorüberziehen zu lassen.

Und so, inmitten all der Vielfalt, begreift man vielleicht am besten das Wesen dieses Naturgartens: das Zusammenleben aus Mensch und Natur so harmonisch und produktiv wie möglich zu gestalten.

Bilder zum Gartenmorgen

Morgenstimmung in den Steinschaler Gärten